
Das Schlimme ist nur, man hat kaum etwas dazu gelernt, da man diese Schwächen schon kannte !




Rd 1: Spitz-
Der diesjährige Saisonabschluss geriet im wahrsten Sinne des Wortes zu einem nervenaufreibendem
Showdown. Als Vorletzter der Verbandsliga Süd profitierten wir von der Tatsache,
dass es aus beiden Regionalligen nur drei Absteiger gab. Also mussten wir in Oberursel
am 9.5. ein Relegationsspiel durchführen -
Der Kampf selbst war ein Beispiel an Höhen und Tiefen, und mit vielen Fehlern
von beiden Seiten geführt. Meine Partie durfte ich eigentlich nicht verlieren -
aber was heißt schon ‚eigentlich’ !

Unser erstes Schicksalsspiel in dieser Saison. Bei einer Niederlage wären unsere
Chancen auf den Klassenerhalt nahe Null gewesen. So reichte es nach langen und spannenden
Spielen am Ende, den Funken der Hoffnung weiter zu tragen -
Wolfgang spielte an Brett 3 eine spannende Partie, obwohl er durchaus hätte verlieren
können. Anstelle von 40.Sd3 ! zog sein Gegner 40. Ld3 ? Und ließ sich von Wolfgangs
Ideen auch in der Folge beeindrucken. Wolfgangs Endspielbehandlung war einfach toll !
Und so sicherte er mit seinem Remis den entscheidenden halben Punkt zum Gewinn.
Zimmermann, Stefan 2032 -
Kettner, Uwe 1844 -
In meiner Partie eröffnete ich seit langer Zeit einmal wieder mit Caro-
Nach langer Überlegung den Panov-
Damengambit zu landen. Sein Vortsoß d5, um den Isolani aufzulösen, endete in einer
Position mit gegenseitiger Zugwiederholung. Mein Qualitätsangebot wollte er zu Recht
nicht annehmen, und auch ich konnte nicht mehr auf Sieg spielen. Also Remis, nach
drei Niederlagen in Folge eine Trendwende ? Hoffentlich !
Auch in der 4. Runde hatten wir keine wirkliche Chance. In meiner Partie, eine interessante Damenindische Eröffnung, kam ich sehr gut aus der Eröffnung heraus. Erst im nachfolgenden Mittelspiel verdarb ich meine guten Chancen auf ein Remis.
Ambrosius, Berthold 2033 -
Diesmal wäre durchaus ein Mannschafts-
Die anderen Spiele konnte ich nicht oft verfolgen können, aber sehr gut gefallen hat mir die Partie von Marcos Quintana am 8.Brett ! Vielleicht gelingt es mir ja noch, die Notationen des einen oder anderen Kollegen zu erwischen, so dass etwas mehr Farbe in meine Berichterstattung kommt ! So bleibt mir nur meine eigene Partie, im Ergebnis ein Trauerspiel, wenn ich auch in der 1. Halbzeit klar punkten konnte.
Letztlich fehlte die Gewinnidee und am Ende die Konzentration, womit sich alle guten Vorsätze in Luft auflösten. Wieder einmal habe ich mich selbst geschlagen und ich weiß nicht, warum mir das immer wieder passiert. Aber der Reihe nach:
Nach guter Eröffnungsbehandlung erreiche ich eine deutlich bessere Stellung, die
ich nicht zu verwerten weiss. Das Übersehen 29.c4?? verwandelt den Plusbauern in
einen Minusbauern und wahrscheinlich in eine Verluststellung. Nach einigem Hin und
Her gelingt es mir, das Turmendspiel auszugleichen -
Auch unser zweiter Kampf -
Mein Partie stand nach zwei unglücklichen Figurenbewegungen frühzeitig auf positionellem Verlust. Leider keine gute Leistung, das kann ich viel besser. Aber solche Spiele passieren auch. Das Schlimme ist nur, man hat kaum etwas dazu gelernt, da man diese Schwächen schon kannte !
Wir legten einen deftiger Fehlstart hin ! Unser lieber Schachfreund Wolfgang Kraatz hat einmal gesagt: „Bei 2,5:5,5 beginnt das Debakel !“ Eine 1:7 Niederlage hätte er sicherlich überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder als chaotisch bezeichnet ! Aber es kam, wie es kommen musste.
Eigentlich fiel nicht mehr auf, dass wir bereits in der ersten Runde mit nur sieben
Spielern antraten. Unsere Spielerdecke ist und bleibt eng. Bleibt abzuwarten, was
wir in den nächsten Runden reissen können. Auf jeden Fall bleibt noch viel Platz
nach oben !
Spitzl, Philipp (1998) -
Stellung nach 31.De2. Nach 31...Txc3 hatte ich den Damentausch gefürchtet, allerdings zu Unrecht. Nach 32.Te4 Tc1+ Le1 hat Schwarz dennoch etwas mehr vom Spiel. Der Damentausch 32.Dxe6 fxe6 ! Verschafft Schwarz noch bessere Möglichkeiten, da der Lf3 hängt und außerdem die Drohung Tc1+ unangenehm ist !
Bei mir kam eine Englische Partie/Mikenas aufs Brett. Diese Eröffnung hatte ich zuletzt gegen Malek in der Frankfurter Stadtmeisterschaft 2005 verloren. Wohl war mir nicht, zumal die schwarze Stellung recht gedrückt ist. Die modernere Behandlung dieses Systems geht mit 7...e5 weiter, aber ich scheine mich an 7...c5 fest gebissen zu haben.


Das 2. Schicksalsspiel ging deutlich verloren, deutlicher als es unseren Spielanteilen entsprach. In den späteren Partieanalysen zeigte sich, dass wir durchaus mehr Punkte erreichen konnten. Aber in der 3. Halbzeit ist man ja bekanntlich immer klüger.Lesen wir doch einmal, was H.Bergmann kommentiert:
„Für Schachforum Darmstadt wird die Luft hingegen immer dünner. Nach der deutlichen
2,5:5,5-
In meine Schwarz-
Wegen meiner Teilnahme am Séléstat-


Diesmal lief alles zu unseren Gunsten und wir konnten unseren zweiten Sieg einfahren, der uns in dieser Höhe doch überrascht hat. Nach dem Spiel keimte Hoffnung auf bei uns, auch wenn es eigentlich wie das Pfeifen im dunklen Wald war. Wie sollten wir den Abstieg verhindern ? Selbst ein klarer Sieg in der letzten Runde hätte uns nur bei Einem Remis bzw. Einer Niederlage von Gernsheim befreien können. Letztlich klappte es aber nicht..

Hempel, Manfred 2087 -
Hier konnte ich nach dem Fehler 13.Ld2 ? mit 13...Lxf2+ einen Bauern gewinnen. Leider
habe ich es nicht gesehen -
Das Remis gegen Bensheim war hart umkämpft, letztlich nutze es uns aber nicht mehr, es hätte ein 6:2 Kantersieg sein müssen, um die Mannschaft von Frankfurt West auf den zweitletzten Platz zu verweisen. Aber wer konnte schon ahnen, dass die Kollegen aus Frankfurt mit 7:1 in Gernsheim untergehen würden !?
So schlossen wir mit folgendem Tabellenstand die diesjährige Saison ab und mussten auf das kleine Wunder ‚Relegation’ hoffen.

09.05.2010 -
Caoili, Arianne -
Sohl, Jan -
Gries, Volker
-
Kuban, Günther -
Falk, Thomas -
Henzner, Reiner -
Kolompar, Josef -
Nichols, Marc -
Henzner, Reiner (1931) -
1-
Nach 29.Lxb7 geriet ich auf die ‚Schiefe Ebene’ und verlor in der Zeitnotphase Haus und Hof. In dieser Stellung wäre 29...Sxd4 ! Eine gute Chance gewesen, das Spiel ausgeglichen zu gestalten.
Der Klassenerhalt ist geschafft ! Der 5:3 Sieg in der 9. und letzten Runde beim SC Springer Bad König hat uns in der Abschlusstabelle sogar noch den 7. Platz eingebracht. Jetzt können alle guten Vorsätze auch im nächsten Jahr weiterhin in der Verbandsliga Süd verwirklicht werden ! Ich selbst konnte in der letzten Runde wegen meiner Teilnahme am Sélestat Open nicht mitspielen. Hier können alle Ergebnisse nachgelesen werden: Ligabetrieb des Hessischen Schachverbandes
Die 8. Runde brachte uns im Heimspiel gegen SK 1980 Gernsheim unserem Minimalziel „Klassenerhalt“ näher, denn alle Bretter trennten sich friedlich mit einem Remis. Vor der letzten Begegnung gegen den Vorletzten SC Springer Bad König haben wir damit drei Mannschaftspunkte voraus und könnten uns sogar eine Niederlage leisten.
In der 7. Runde gegen SC 1961 König Nied I konnten wir mit einigem Glück ein Remis erkämpfen, was immerhin zwei Mannschaftspunkte Abstand auf den Vorletzten in der Tabelle bedeutet. Vielleicht die entscheidenen Punkte, wenn es in der letzten Runde zum direkten Vergleich in Bad König kommt.
In der 6. Runde traten wir in der Verbandsliga beim SV Oberursel II sogar an nur
6 Brettern an -
Verbandsliga Süd, Ergebnisse der 9. Runde
SK 1980 Gernsheim
-
SC 1961 König Nied
3,5-
SC Springer Bad König
-
Schachforum Darmstadt 1994
3,0-
SK Bad Homburg 1927
-
SV Oberursel 2
7,0:1,0
SG Turm Idstein
-
SC Matt im Park Ffm
4,5-
Obertshausen SV
-
SV Griesheim(DA) 2
4,5-
1.
SV Oberursel 2
17:1
49,5
2.
SK Bad Homburg 1927
16:2
41
3.
SG Turm Idstein
13:5
42,5
4.
SC 1961 König Nied
10:8
37,5
5.
SK 1980 Gernsheim
9:9
36
6.
SV Griesheim(DA) 2
7:11
35,5
7.
SV Schachforum Darmstadt 1994
7:11
34,5
8.
SC Matt im Park Ffm
7:11
30
9.
SC Springer Bad König
2:16
29,5
10.
SC 1952 Obertshausen
2:16
24

7.Runde Verbandsliga Süd
Cors, HF. 1897 -
Endlich ein Sieg -
In der 7. Runde gegen König Nied konnte ich am 6.Brett mit Weiß endlich den ersten Saisonsieg in der Verbandsliga verbuchen. Dieser Punkt war umso wichtiger, als er nach sechs Stunden Spielzeit auch das hart umkämpfte 4:4 und damit einen wichtigen Mannschaftspounkt im Kampf gegen den Abstieg sicherstellte.
Die Partie war von Anfang an von beiden Seiten auf einen scharfen Kampf angelegt,
hatten wir doch vor zwei Jahren an der gleichen Stelle diese Eröffnung bereits einmal
gespielt. Damals konnte ich meinen Gegner mit einen überraschenden Zug in der Eröffnung
in Verlegenheit bringen, diesmal benötigte ich etwas mehr Mithilfe des Gegners. Unter
der Voraussetzung, „gewinnen zu müssen“, erklären sich denn auch einige überscharfe,
riskante und -
M.Panic -
nach dem 22.Zug von Weiß: 22.Tf4.

1. Runde Verbandsliga Süd
Novak, Dr 2034 -
In der Partie gegen Novak wollte ich mit 12...a5 den Vorstoß b4 verhindern. Eine weitere Idee war, den Lc8 über a6 entwickeln und den Ta8 von der Deckung des Ba7 befreien.
In Wirklichkeit schafft dieser Zug aber langfristig nur Schwächen. Der Bb6 verliert eine wichtige Deckung. Der Vorstoß b4 konnte besser mit 12...Sc6 oder 12...Sa6 mit Entwicklung verhindert werden. Selbst ein Zug wie 12..Lc6 mit Befragung der Da4 ist denkbar.
12..a5 ist außerdem kein Entwicklungszug, so das Schwarz auch hier in Nachteil gerät.
Nach 12.Da4 war es angebracht, alle diese Dinge langfristig zu beurteilen und letztlich Entwicklungszügen den Vorzug zu geben.
Weitere Partien:
Kästle, Reiner 1975 -
Mannschaftskämpfe 2008 / 2009 Verbandsliga Süd
6.Runde Verbandsliga Süd
Panic, Milisav 2030 -
Weiß hatte gehofft, mit 21.Dxe5 den Springer zu erobern, aber die anschließende Fesselung mit Tce7 bringt die Figur sofort zurück. Deshalb ist sein letzter Zug 22. Tf4 eher ein Verlegenheitszug als ein planvoller Angriffszug.
Anstatt mit 22...Sg6 den Turm zu befragen und anschließend die eingezwängte Stellung des Läufers auszunutzen, zog ich aber ängstlich 22....Ld7 mit dem Ziel, die Partie schnell auszugleichen. Schade, nach 22...Sg6 wären die akuten Drohungen und die statischen Stellungsmerkmale (Einzelbauer e3) Trümpfe für einen Sieg gewesen.

Cors, HF -
Nach dem 34.Zug von Schwarz De5 hätte ich die Partie mit einer „petite combinaison“ gewinnen können. Welchen Zug musste man aber nach 24.Dxe5 fxe5 sehen ?
nach 12....a5
Novak,Dr.-
Mit 3 von 7 Punkten (vier Remisen, einem Sieg und zwei Niederlagen) blieb ich hinter meinen Möglichkeiten zurück. In entscheidenden Momenten fehlten mir die richtigen Ideen, mangels Erfahrung, zweimal auch in Zeitnot.
Besonders meine zweite Niederlage war tragisch, in der ich in einer deutlich überlegenden Position die Partie in hoher Zeitnot zuerst überzog und dann einzügig einstellte !

Beague,Alexandre(1762)-
Auch in der Partie gegen IM Jean-
Cors,HF (2016) -
Auch in einer weißen Partie gegen den Drachenaufbau konnte ich meinen Gegner nicht bezwingen, obwohl ich dabei von meiner Partie gegen Kreiling (s.unten) profitieren konnte. Die weißen Ressourcen reichen wohl nicht aus – nicht für mich ! – um hier entscheidenden Vorteil zu erlangen.

Das Turnier war wieder ein interessanter Kurzurlaub mit vielen kleinen Geschichten
am Rande des Turniers. Mit insgesamt 96 Spielern (88 mit ELO-
Link zum Open-
Turnier 16ième Open International d'Echecs de Sélestat du 5 au 8 mars 2009


In meiner ersten Partie gelang mir gleich ein unwahrscheinlich tolles Übersehen ! Ich übersah in der nebenstehenden Stellung ein Matt zwei Zügen ! Anstann mit 23.Dxf7+ und Dg8 Matt fortzusetzen, „zauberte“ ich mit 23.Lxf7+ und dachte, mit anschließendem 24.Le8 !! Einen tollen Zug gefunden zu haben ! Nun, die Partie wurde zwar gewonnen, aber toll war der Geistesblitz nicht !
In der 6. Runde tauschte ich in einer Drachen-
Der Läufertausch war nicht stellungsgerecht, besser wäre wohl The1 gewesen, um zumindestens
in der e-
Turnier Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft 2008
Archiv-

Meinen ersten Sieg fuhr ich in der 4. Runde als Schwarzer mit der Spanischen Partie
ein -
5. Runde, Cors -
Natürlich hätte ich jetzt noch ein gutes Ergebnis erzielen können, vor allem in der
nächsten Runde, einer Sveschnikov-

Stellung nach 21..e3.
Auf 22.fxe3 fürchtete ich 22..Sg3+ mit Mattdrohungen in der h-
Cors, HF. (1992) -

Stellung nach 29.Dxa6
Ich hoffte auf den Rückzug 29..Tc7 wonach ich mit 30.Sxe7 Txe7 31.Dxd6 f5 32.Dd8+ Kf7 33.Lh5+ !! gewinnen wollte.
Aber der einfache Zwischenzug 29..Dh4! riss mich aus allen Träumen !
Dann durfte ich aber doch noch einmal jubeln -
<-
Stellung nach 26. Sxg3
Der Bauerngewinn mit 27....Dxh4 schien mir nach 28. Se4 nur langfristig zu gewinnen,
deshalb entschloss ich mich zu 27..Lxg3 ?. Rchtig war statt dessen der sofort entscheidende
Zug 27...Tg8 !, die logische Behandlung einer offenen g-
In der Partie reagierte mein Gegner allerdings noch schlechter und gab einen Zug später sogar (verfrüht) auf !
Stellung nach 28....Le4 !
Der weiße Läufer ist kreuzgefesselt. Die Stellung ist objektiv verloren für Weiß, auch wenn er noch einige Mogelchancen besitzen mag.
Houze, Viktor (1800) -
Damit blieb nur noch die Schlussrunde, um wenigstens 50 % zu erreichen. Aber auch
hier gelang es mir nicht, den Skandinavier zu knacken, auch nicht mit unorthodoxen
Mitteln. Es blieb bei einem zwar sicheren, aber unbefriedigendem Remis. Mit 3 Punkten
aus 7, dazu noch gegen einen deutlich geringeren ELO-
Das Fazit insgesamt ist aber viel freundlicher, waren es doch wieder spannende und abwechslungsreiche Tage, ich freue mich schon auf das nächste Jahr ! .


Karneval in Séléstat ! Das Wahrzeichen der Stadt blieb zwar unverkleidet, aber ansonsten herrschten die Jecken, die Elsässischen, am Wochenende.
Ganz andere Jecken tummelten sich in den Salles Sainte-
Irgendwie war ich in diesem Jahr dem kompakten Schachprogramm mit jeweils zwei Partien am Tag und mit einer Schlussrunde am Sonntag nicht ganz gewachsen. Von Anfang an lief alles ziemlich unglücklich.
Aber der Reihe nach, zuerst einmal für Interessierte die WEB-
Bereits in der 1. Runde gegen die junge sympathische Julie Fischer, die mit ELO 1714
als „Benjamin, féminine“ gemeldet war, wurde ich schwer ausgebremst ! Anstatt mit
einer taktischen Zugfolge ihren schwarzen Skandinavier auszuhebeln, gelang mir das
Kunststück, mich ins Remis retten zu müssen. Hier war die Stellung, die nach 11....0-


Natürlich fällt hier die Fesselung des schwarzen Springers auf e5 auf, und was ist
natürlicher, als diesen Umstand auszunutzen !? Und welches schachliche Leichtgewicht
käme da nicht auf die Idee, nach 12.Sxe6 Dxe6 mit 13.Te1 den Springer erneut zu fesseln,
diesmal mit dem Turm ?! Gesagt, gezogen -
Aber des Rätsels Lösung bestand in der Tatsache, dass Weiß mit zwei Ablenkungsmanövern mindestens eine Qualität gewinnen konnte. Dafür musste allerdings der schwarze Turm auf d8 als Sorgenkind ausgemacht werden, trotz der vielen Figuren, die ihn zu schützen scheinen.
Schade für mich, Glück für Julie !
Hier die ganze Partie:
12.Lxe5 ! Dxe5 13.Sc6 !!
a) Txd3 14.Sxe5 Txd1 15.Taxd1 +-
b) bxc6 ??
14. Lxa6+ Kb8 16.Dxd8 +-
Und Weiß sollte in beiden Fällen gewinnen.




In der 2. Runde gab es für mich eine erste Niederlage, fast schon „standesgemäß“
gegen ELO 2100. Mit einer Ungenauigkeit wollte ich die Initiative in der d-
Ricter, Jean-
In der 3. Runde verliere ich mich im Varianten-
Natürlich war damit eigentlich noch nichts verloren, aber in der Folge überschätzte
ich meine Chancen auf den schwarzen Feldern und kam folgerichtig unter die Räder
-
Cors, HF. (1992) -
Cors -
(Stellung nach 8...Lb4)
Wenigstens bot das Beiprogramm einige Abwechslungen, die den Frust auf den 64 Feldern
etwas vergessen liessen. Zum Beispiel das Restaurant-
Wer Lust und Zeit hat, kann auch andere Sehenswürdigkeiten von Séléstat entdecken, zum Beispiel die Humanistische Bibliothek. Im Stadtführer heißt es dazu:
„Das Elsaß besitzt drei grosse Schätze: Das Münster in Straßburg, den Issenheimer Altar in Colmar und die Humanistische Bibliothek in Séléstat.“




Nach der letztjährigen Hängepartie in Sachen Klassenerhalt, sollte diese Saison nicht ganz so nervenaufreibend werden. Natürlich ist oft der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber diesmal gingen die kühnsten Wünsche bereits in den ersten beiden Runden in Erfüllung ! Gegen Langen und Bensheim wurden zwei knappe 4,5:3,5 Siege eingefahren, so dass wir mit erstaunlichen vier Mannschaftspunkten optimistisch in die Zukunft sehen könnten.
Hier geht es zur aktuellen Tabelle und Mannschaftsaufstellung:
In dieser Saison helfe ich nur als Ersatzspieler aus. Trotz unserer Verstärkungen
Steve Schiffer und Christian Müller ist die Chance aber groß, dass ich aushelfen
muss. Dass ich in den ersten beiden Runden wegen anderer Termine nicht antreten konnte,
war aber keine große Schwächung (!), denn immerhin gab es zwei Siege ! Dafür durfte
ich in der 3. Runde im Auswärtsspiel gegen die SF Dettingen antreten.
Tatsächlich konnten wir den 5. Platz in der Tabelle verteidigen, wenn auch nur nach
spannendem Kampf. Die Ergebnisse:
Seehaus, Bernhard -
Leider habe ich auch einen versöhnlichen Saisonabschluss verpasst. In der „dritten halbzeit“ gewinnt man natürlich so manche Partie, aber die Wahrheit zeigt sich dennoch unverblümt. Wieder eine unnötige Niederlage, wieder zu wenig Geduld. Aber sehen sie selbst:

Das 5-
Mit 24 Teilnehmern war das Feld eher unspektakulär, für meine Spielstärke relativ
ausgeglichen. Es kam natürlich, wie es kommen, musste, mit nur einem Sieg, einer
Niederlage und drei Remis landete ich schließlich nur auf Platz 11 (gesetzt auf Platz
8) und rerbesserte mich doch tatsächlich um ganze 6 DWZ-
Meine Partien waren recht interessant, allerdings fehlte es mir wohl etwas an Aggressivität. Auch meine Sizilianischen Abenteuer gelangen mir nicht, z.B. In der zweiten Runde gegen Igor Zuyev, dem späteren Turniersieger.
Aus der Modernen Behandlung des Drachensystems mit frühem g6 wurde eine Variante des Klassischen Systems, Nach 12...Tfc8 begann die entscheidende Phase der Partie, die ich gleich mit der falschen Idee 13.Lf3 ? einleitete. Stattdessen hätte der Zug 13.f5, den ich mit Dd3 und f4 vorbereitet hatte, zu einem vorerst ausgeglichenem Spiel geführt.
Cors, HF(1804) -
Claus-
Weitere Informationen können direkt beim SV Gernsheim nachgelesen werden:
Link zur Homepage SK 1860 Gernsheim

„IM Alexandre Danin hebt Nibelungen-
Wieder einmal vier Tage ‚Schach Pur’ ! Sehr gute Spielbedingungen, hohe Teilnehmer
zahl und vor allem: sehr gute Verpflegung am Rande des Turniers durch die vielen
Helfer. Kuchen vvm Feinsten ! Erwähnt werden muss allerdings noch, dass es mir fast
gelungen wäre, den ‚harten Meldetermin’ vor der ersten Runde zu verpassen ! Ca. 45
Minuten im Stau vor der Wormser Brücke („..un dabei habn mer doch zwee !“ -
Um es kurz zusammen zu fassen, mein Ergebnis mit 4 aus 7 Punkten lag eigentlich in
meinem Bereich („50 % plus X) , aber bei der doch im DWZ-
Zum Beispiel, dass die Eröffnung zu einem sehr hohen Prozentsatz für den Ausgang
einer Partie verantwortlich ist ! Als wenn ich diesen Allgemeinplatz nicht schon
vorher gewusst hätte ! Aber immer wieder tun sich Eröffnungslücken auf, die wie Tretminen
in die Stellung platzen. Und wenn man dann wirklich einmal den Mainstram oder eine
gültige Nebenvariante trifft, dann versagen die schachlichen Fähigkeiten im Mittel-

Hier die Stellungen nach 1.e4 e5 2.Lc4 Sf6 3. d3 d5 4.exd5 Sxd5 5.Sf3 Sc6 6.0-
Meine zwei Partien in Worms
hierzu sehen Sie
Leider war ich in den zwei Verlustpartien nicht auf der Höhe der richtigen Eröffnung
-
Vor allem in der 7. Runde konnte ich durch ein grobes Versehen meines Gegners in
hoher Zeitnot noch einmal ‚zurück kommen’. Leider habe ich die entscheidende Remisidee
nicht gesehen, wohl auch deshalb, weil ich nicht mehr an diese Chance geglaubt hatte
und innerlich die Partie eigentlich schon abgehakt hatte -


Diagramm links:
Schwarz hatte Sekunden vor der Zeit-
40...Tf6 ? Natürlich mit der Drohung Tg6 !
Nach 41.d5 ! mit
Dame-
Da ich diese Chance verpasste, konnte Schwarz noch gewinnen.
Alles in allem waren es vier zwar anstrengende aber interessante ‚Schachtage’ mit sympathischer Turnieratmosphäre.




Ist es Nostalgie ? Oder einfach nur Sehnsucht nach dem eigenen Vereinsflair, die Anteilnahme am inzwischen stark ausgedünnten Spielermaterial oder einfach nur Lust auf Schach ? Wahrscheinlich von allem ein wenig. Die Teilnehmerzahl hat immerhin „Dreizehn“ erreicht, an Attraktivität hat dieses Turnier also nicht weiter zugenommen. Außerdem zieht es sich wie gehabt fast über ein halbes Jahr hin !
Hier die Teilnehmerliste:
TlnNr Teilnehmer Titel TWZ Attr. Verein/ In der 1. Runde gelang mir mit Schwarz ein relativ
1. Wiesmeier, Andreas 1063 Schachforum DA leichter Sieg gegen Ferdinand Frantz.
2. Schröder, Oliver 1753 Schachforum DA
3. Schneider, Hermann 1508 Schachforum DA
4. Kalmbach, Rainer 1667 Schachforum DA
5. Müller, Alexander 1394 Schachforum DA In der 2. Runde passierte genau das, weshalb mir diese
6. Cors, Heinz-
7. Rothermel,Tim 1629 Schachforum DA vorheriger Abstimmung nicht an. Ein kampfloser Punkt
8. Liebert, Monika 1069 Schachforum DA befriedigt aber nicht wirklich.
9. Fuchs, Andreas 1476 SC Ober-
10. Lantsman, Solomon o.V. Hier
können Sie alle bishrigen Partien nachspielen.
11. Kaniak, Kris 1702 Schachforum DA
12. Frantz, Ferdinand 1620 Schachforum DA Partien Kümmelpokal 2010
13. Schulze, Karl-
14. spielfrei

Kümmelpokal, 1. Runde
M-
Stellung nach 17...Tc7 ??
In der nebenstehende Partie aus der 1. Runde zwischen Oliver Schröder und Monika Liebert hätte es für Oliver ein unschönes Erwachen geben können !
Mit 18.Dxd4 !! Anstelle von 18.b3 ? Hätte Monika eine ganze Figur einsacken können !
Rücktritt !
Und schon ist das Turnier für mich zuende ! Auch in der 3. Runde wollte mein Gegner
in letzter Stunde mit schlechter Begründung verschieben ! Um ehrlich zu sein, ich
habe die Nase voll von diesen lustlosen Schach-
Diese Schach-
In diesem Jahr konnte ich zur 2. Runde nicht antreten, das Spiel wurde in gegenseitigem
Einvernehmen Remis gewertet.
Hier ein kurzer Zwischenbericht, auch wenn es aus meiner Sicht keinesfalls ein Erfolgsstory ist:
1. Runde
Eine relativ einfache Aufgabe, gegen denselben Gegner wie im letzten Jahr, allerdings diesmal mit Weiß.
2. Runde
Wie oben berichtet Remis.
3. Runde
Bauernverlust im Doppel-
Sicherlich war ich in der Nimzowitsch Eröffnung nicht im Bilde und hatte auch Probleme mit den französischen Stellungsbildern, aber letztlich war es durchaus ein knappes Ergebnis gegen einen starken Gegner.
4. Runde
Eine wirklich unnötige Niederlage. Die Stellung war nach meiner etwas riskanten Eröffnungsbehandlung
im dynamischen Gleichgewicht. Durch den falschen Abtausch und weiteren dummen Zügen
(Müdigkeit ? Relative Zeitnot ? ) gerate ich auf die „Schiefe Bahn“ und verspiele
in Zeitnot auch noch leichtsinnig die letzten Chancen auf ein Remis.
5. Runde:
Mit 1,5 aus 4 musste ich unbedingt gewinnen, um schlussendlich noch mindestens 50%
erreichen zu können. Mit Weiß gegen den Eberstädter Dieter Frank (in Eberstadt habe
ich meine „Hessische Schachlauf“ 1973 begonnen !) rechnete ich mir einiges aus. Allerdings
wollte ich auch nicht zu ungestüm zu Werke gehen. So wurde es eine nette Partie,
die ich mit einer Qualität mehr letztlich sicher nach Hause spielte -
6. Runde:
Wieder einen rabenschwarzer Tag für mich ! Die ziemlich passive Aufstellung im 3-
7. Runde:
Und wenn man glaubt, es kann nciht schlimmer kommen, kommt es schlimmer ! Nachdem ich den entscheidenden Schlüsselzug verpasste, machte mich mein junger Gegner nahezu nieder. Sehr peinlich !
Wieder ist ein Jahr um und ich trete montags nach der Arbeit die anstrengenden Weg
nach Kalbach an, zur „Frankfurter Stadtmeisterschaft“. Für mich fast schon ein Kultereignis,
auch wenn mich die Müdigkeit am Brett häufig böse Überraschungen bereitet. Aber das
geht sicherlich vielen anderen Spielern ebenso. Also schraube ich meine Erwartungen
herunter und freue mich an dem pünktlichen Spielbeginn und der sehr guten Turnieratmosphäre.
Dazu eine immer kompetente und klare Turnierleitung mit sehr schneller Internet-
Offene Frankfurter Schach Stadtmeisterschaft 2010
Die Spielstätte im Freizeitzentrum in Frankfurt Kalbach (Am Martinszehnten, direkt am Bad Homburger Kreuz)





Anstelle des übereilten Bauergewinn 19...Lxh4 ? Hätte ich hier sehr gute Gewinnchancen
mit 19...Dd5 ! ehalten können. Die Dame steht zentral und wirkt optimal an der Verteidung
mit und stellt gleichzeitig mehrere Drohungen auf. So ist z.B. der Bauernvorzug f3-
So hätte es weiter gehen können...
(Variante)
So endete das diesjährige Frankfurter Turnier für mich mit aber anstatt mit bescheidenen
4 aus 7 Punkten nur mit desaströsen 3 aus 7 und einem Verlust von 41 DWZ-
Dennoch, es hat immer Spaß gemacht, und für mich ist schließlich „das Spiel das Ziel“
-
Im nächsten Jahr werde ich wohl wieder dabei , wenn die Gesundheit mitspielt.
Die Ergebnisse im einzelnen (Die Ergebnisse der Blitzpartien an zweiter Stelle):
Fritsch, Markus -
Eck, Mathias -
Cors, HF -
Quintana, Marcos -
Meine Partie gegen Alexander Diehm konnte ich nach zähem Endspiel Remis halten, nachdem ich in der Eröffnung wieder einmal ‚improvisiert’ hatte. Rechts die Schlussstellung nach 53...g2. Wir hatten beide noch ca. 5 Minuten in der Nachspielzeit als Alexander Diehm mir hier Remis anbot, in Erwartung des starken Zuges 53.Tc7 + nebst Txb7. Spätere Analysen zeigen aber, dass die Chancen für Weiß nicht zum Sieg reichen. In hoher Zeitnot könnten beide Parteien auch leicht daneben greifen. Hier die ganze Partie:
Cors, HF. (1875) -
In der anschließenden Blitzpartie konnte ich mich mit den schwarzen Steinen durchsetzen, die Entscheidung fiel letztlich durch Zeitüberschreitung meines Gegners, allerdings bereits in verlorener Stellung.
Diehm -
Halbfinale !
Nach einem Freilos in der 1. Runde, einem knappen Sieg gegen SC Rödermark gelang
uns am 28.01.2010 -
Meine Partie war eigentlich eine Neuauflage des letzten Kampfes, ebenfalls an gleicher Stelle. Damals ging die Partie Remis aus, der Mannschaftskampf endete 2:2 und wir verloren nach Losentscheid.
Nederveld, Dieter 1929 -
Ohne diese Möglichkeit wäre die Stellung wohl im Gleichgewicht gewesen, so wirken die schwarzen Angreifer aber optimal zusammen.


Finalsieg im Forstmeisterhaus !
Das Finale gegen den SC FK Babenhausen konnte an Spannung nicht mehr überboten werden. Nachdem alle vier Partien nach teilweise spannenden Endspielen Remis endeten, mussten die anschließenden Blitzpartien die Entscheidung bringen. Hier hatten wir letztlich mit 2,5:1,5 die Nase vorn.