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Der Plan war einfach: Wie 2002 und 2000 wollten wir uns auch beim diesjährigen TdF-Event zum „letzten Kilometer“, zur „flamme rouge“, vor-wandern um dann wieder - nach vollbrachten Jubel-Arien und fotografischer Schwerstarbeit - den Rückweg auf dem deutlich trassierten „GR“ (grand randonné) nach unten anzutreten.

Aber leider blieb es bei diesem Plan ! Spätestens als uns der smarte aber kompromisslose Gendarm an der Source de Grouzeau hinter Malaucène die Weiterfahrt mit einer knappen Geste verwehrte, wussten wir, dass dies ein ganz besonderer Tag werden würde ! Wir hatten einfach nicht mit der kompletten Sperrung dieser Auffahrt gerechnet. Bisher war der Weg bis zum Ort Mont Serein auf 1.400 m immer frei gewesen. Dort begann zweimal unsere Wanderung über die Wege am Nordhang des Mont Ventoux um uns nach ca. 4 Stunden über den Berggrat zu den letzten 6 Kilometern der Rennstrecke zu führen.

Plan B wurde geboren ! Da wir begriffen, dass wir mit dem Auto weder von Malaucène noch von Bédoin aus weiter gipfelwärts kommen würden, blieb nur noch die Nordflanke oder der lange Weg über Sault mit der Ungewissheit, auch dort nicht zum Erfolg zu kommen. Also, die Nordflanke, einen Auf- und Abstiegstieg, den wir nicht kannten und den wir bisher nie erkunden wollten. „Niemals“ - hatten wir uns gesagt, gehen wir diese Wege ! Nun also doch !
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Während der Karneval der Radbegeistern seinem Höhepunkt entgegen fieberte, stellten sich auch immer wieder Momente stiller - und lauter ! -Fröhlichkeit ein - die das Ereignis zu einer „Folie du Ventoux“ werden liessen - wie die Zeitungen am nächsten Tag texteten.

 

Und es war der reine Wahnsinn, der sich mit dem Eintreffen der ersten Rennfahrer, der Ausreisser einstellte !

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Aufstieg von Bédoin: Diese Anblick, etwa 2 Km hinter Bédoin, zeigt den Gipfel als friedlichen Ausflugsort..

Die Meinungen der Fans sind noch Tage und Wochen nach dem Ereignis sichtbar. Oft  als Anfeuerung gedacht, oft aber auch als Message für die Fahrer und ihren Sport.

 

„Menteur“ - „Lügner“  steht in dieser Kurve geschrieben und jeder weiß, was gemeint ist.

 

Am 25.07. schien das Thema „Doping“ der Sportbegeisterung aber nicht gestört zu haben, immerhin wurde die Zahl der Zuschauer auf nahezu eine halbe Millionen geschätzt !

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Warten auf die Tour
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Es ist eine großartige Stimmung unter den Zuschauern, man lacht und feiert, man sonnt sich und diskutiert angeregt den Rennverlauf, der aus den mitgebrachten Radios und Fernsehern bekannt wird.„

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Und dann waren da noch die anderen..das Peloton, die Nachzügler und das Groupetto, Fröhlichkeit pur - wie auf einer Klassenfahrt !
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Die Ausreißer, das Bergtrikot, Contador, Lance, Wiggins,
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Die Etappe in Zahlen..
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Sportbegeistert oder sportverrückt ?! 500.000 Fans können nicht irren !
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Und hier ging es los !
Unterhalb vom malerischen Bergdorf Brantes konnten wir auf der anderen Seite der Toulourenc noch ca. 4 km in den Berg hinein fahren. Auf einem Naturparkplatz auf ca. 500 m Höhe war endgültig Schluss und wir mussten den weiteren Aufstieg zu Fuß in Angriff nehmen.. Wie wir, hatte sich eine kleine Gruppe Rad-Fans auch dort eingefunden, und optimistisch begannen wir den Aufstieg. Auf unserer Wanderkarte schien die Sache einfach: links-rechts-links und etwas bergauf ! Ca. 1000 Höhenmeter standen uns bevor und die Erkenntnis, dass es mit Kartenlesen alleine nicht getan ist !

Nach einigen Irrungen und Wirrungen  gelang uns die abenteuerliche Überquerung des Berggrates, in etwa oberhalb des Chalet Renard. Unser erster Rundblick belohnte uns für die 5,5 Std Strapazen.  Der Blick geht hier weit über die Rhone-Ebene und vermittelte gleichzeitig ein eindrucksvolles Bild von der in die karge Bergwelt  des Ventoux  eingebetteten Wettkampfstätte....und über einen Waldbrand, der in der Nähe von Lafare ausgebrochen war und bereits mit Wasser aus der Luft bekämpft wurde.  

Über den Abstieg möchte hier nicht berichten, das ist eine andere Story !
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