
„Schach sehen“ vs „Schach berechnen“
In meiner Partie gegen IM Roos, JL geriet ich ab dem 50. Zug immer mehr in Verlegenheit und sah mich gezwungen, meine Züge in hoher Zeitnot herunter zu blitzen. Damit achtete ich nur noch auf taktische Drohungen, für das Berechnen konkreter Spielzüge geschweige denn mittelfristiger Pläne hatte ich keine Zeit mehr. Es ging also darum, Drohungen und Paraden zu „sehen“, nicht sie zu berechnen.

Auf 58.axb3! wäre auch die Antwort 58…Tb4 (drohend Tb3+ mit Springergewinn) nach 59.Tc2 für einen Gewinn nicht ausreichend gewesen, obwohl Schwarz nach 59…Txb3+ 60.Ke2 durch seinen permanenten Angriff auf den Bb2 risikolos auf Gewinn spielen könnte. Allerdings stehen ihm kaum noch Angriffsmarken zur Verfügung.
Fazit: Ohne eine konkrete Berechnung lassen sich komplizierte Positionen nicht wirklich erfolgreich behandeln. Zu groß ist die Gefahr, Nebenvarianten zu übersehen und damit die „Wahrheit“ einer Stellung nicht zu verstehen.




In der folgenden Partie Cors-
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Und so hätte die Partie verlaufen können, falls Weiß nach 22.Dh3 h5 23.Dd3 Tce8 24.h3
Te3 25.Lxe3 Txe3 26.Dd1 Dc3 27.Sf3 Dxa1 28. Dxa1 Lxa1 29.Txa1 ! fortgesetzt hätte:
(siehe
Bewertungsprofil rechts)
(wird fortgesetzt)